Archiv für Artikel und Mitteilungen

14.12.2023

Vernehmlassung Rahmenlehrpläne WEGM

Die SGG hat im Rahmen des geschlossenen Vernehmlassungsverfahren zu den neuen Rahmenlehrplänen auf Stufe Gymnasium an einer Stellungnahme von Akademien Schweiz mitgearbeitet. In dieser Stellungnahme wird unter anderem gefordert, dass der Lead beim neuen transversalen Gefäss «Politische Bildung» eindeutig dem Fach Geschichte zugeordnet werden soll. Die Stellungnahme von Akademien Schweiz findet sich hier

14.12.2023

(Un)sichtbarkeit – Der Call for Panels für die Siebten Schweizerischen Geschichtstage 2025 in Luzern ist publiziert

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) richtet alle drei Jahre an wechselnden Orten die Schweizerischen Geschichtstage aus. Dieser Kongress versammelt Hunderte von Historikerinnen und Historikern aus dem In- und Ausland und zählt zu den grössten Symposien seiner Art in Europa. Die Schweizerischen Geschichtstage bieten allen Sparten des Faches eine Bühne für den Dialog und ziehen den wissenschaftlichen Nachwuchs ebenso an wie Geschichtslehrende und Forschende mit internationalem Renommee. Aufgrund der Aktualität ihrer Themen wecken die Geschichtstage auch ausserhalb der Fachwelt grosses Interesse. Nach den Universitäten Bern, Basel, Freiburg, Lausanne, Zürich und Genf wird 2025 die Universität Luzern diesen Kongress ausrichten. Sie finden vom 8.–11. Juli 2025 statt.
Das Thema der Geschichtstage 2025 ist «(Un)sichtbarkeit». Hier geht es zum Call for Panels. Panelvorschläge können hier eingereicht werden.

22.11.2023

Stellungnahme zum Projekt «Gymnasium der Zukunft» des Kantons St. Gallen

In einer gemeinsamen Stellungnahme äussern sich die SGG, der Historische Verein des Kantons St. Gallen und der Verein der Geschichtslehrpersonen der Schweiz (VSGS) kritisch zum Projekt «Gymnasium der Zukunft» des Kantons St. Gallen.
Die SGG und ihre Partner lehnen das Projekt wegen der vorgesehenen summarischen Kürzung von Stunden im Bereich der Grundlagenfächer, insbesondere im Fach Geschichte, ab. Zudem fordern wir, dass das Grundlagenfach Geschichte durchgehend, vom ersten bis zum letzten Jahr der gymnasialen Ausbildung unterrichtet wird. Schliesslich lehnen wir die Einführung des neuen Fachs «Grundlagen für reflektiertes Denken» entschieden ab. Die vollständige Stellungnahme findet sich hier.

15.11.2023

Neue Kooperation mit Verlag LIBRUM Publishers & Editors

Wir freuen uns, ein neues Angebot für unsere Mitglieder ankündigen zu dürfen. Ab sofort profitieren SGG-Mitglieder von einem 20%-Rabatt auf sämtliche Titel aus dem Verlagsprogramm von LIBRUM Publishers & Editors und den Publikationen aus dessen Webshop www.librumstore.com.  Ein Gutscheincode für den Webshop kann unter info@librum-publishers.com angefordert werden. Bitte ein Foto bzw. einen Scan des SGG-Mitgliederausweis mitschicken.

LIBRUM Publishers & Editors ist seit 2012 der Fachverlag für Geschichte und archäologische Forschung mit Hauptsitz in Basel. Der Verlag ist primär auf wissenschaftliche und interdisziplinäre Publikationen fokussiert, publiziert aber auch populärere Werke zur Geschichtsvermittlung. Mehr Informationen zum Angebot des Verlags finden sich hier.

Der Verlagswebshop www.librumstore.com ist auf historische Themen fokussiert und bietet, nebst dem Verlagsprogramm von LIBRUM P&E, ca. 17‘000 antiquarische Titel. Das Antiquariat von librumstore.com wird täglich aktualisiert. Weitere Informationen zum Verlag finden sich hier.

14.11.2023

Datenstandards für die historische Forschung

Das von der SGG-Abteilung «Grundlagenforschung und Digitalisierung» erarbeitete Dokument «Datenstandards für die historische Forschung» ist neu online zugänglich. Es richtet sich einerseits an Historiker:innen, die mit Daten(-beständen) arbeiten und forschen, Dokumente erschliessen und online publizieren wollen. Andererseits auch an Informatiker:innen, die in geschichtswissenschaftlichen Projekten arbeiten. Das Papier stellt ein Glossar und einen Katalog zur Verfügung mit den wichtigsten Standards zur Erzeugung von Interoperabilität.

Hier geht es zum Download.

 

Bildquelle: Unsplash

13.11.2023

Neue Itinera erschienen!

In den goldenen Jahren der Hochkonjunktur kam eine ganze Generation von Jugendlichen in den Genuss einer längeren Ausbildung nach der Primarschule und eröffnete sich so Zukunftsperspektiven, die für ihre Eltern undenkbar gewesen wären. Doch nicht alle jungen Menschen hatten die gleichen Voraussetzungen. Diejenigen, die als Heim- oder Pflegekinder aufgewachsen sind, profitierten weit weniger von diesen Möglichkeiten. Die vorliegende Studie, in der die Kantone beider Basel, Freiburg, Neuenburg und Luzern verglichen werden, zeigt die Schwierigkeiten auf, mit denen diese Jugendlichen beim Übergang ins Erwachsenenalter aufgrund ihrer Defizite an Human- und Sozialkapital konfrontiert waren. Durch Anstrengungen und Erfindungsreichtum haben viele dennoch ihren Platz gefunden.

Lebenswege fremdplatzierter Jugendlicher 1950–1985

Markus Furrer, Anne-Françoise Praz, Sabine Jenzer (Hg.)

Hier geht's zum Download.

15.9.2023

Fragen rund um den Archivzugang. Workshop, 7. November 2023, Universität Freiburg

Der Zugang zu Archiven ist für Historiker:innen und Archivar:innen gleichermassen ein wichtiges Thema. Der Workshop wird von der Abteilung «Wissenschaftspolitik» der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) und «traverse – Zeitschrift für Geschichte» organisiert.

Die SGG wird in den letzten Jahren immer häufiger von ihren Mitgliedern um Hilfe bezüglich Archivzugang gebeten. So werden Forschende zunehmend mit Hindernissen konfrontiert, um an die für ihre Forschung notwendigen Quellen zu gelangen. Die Stärkung des Schutzes der Privatsphäre hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass der Zugang zu Archivbeständen eingeschränkt und manchmal sogar gänzlich unterbunden wurde. Gleichzeitig betreffen aber wichtige Forschungsarbeiten die Erfahrungen von Menschen, die Opfer von Missbrauch geworden sind. Diese Studien stützen sich auf reiche Quellenbestände aus privaten und öffentlichen Archiven, deren Zugang immer mehr eingeschränkt wird.

Die Zeitschrift «traverse. Zeitschrift für Geschichte» griff diese Fragen in der kürzlich erschienenen Ausgabe «Der bittere Geschmack des Archivs» (2023/1) auf und bietet damit der Gemeinschaft von Historiker:innen und Archivar:innen eine erste Gelegenheit für einen Austausch. Diese Diskussion soll an der geplanten Tagung an der Universität Fribourg fortgeführt werden.

Die Tagung wird sich mit drei aktuellen Themen befassen. Das erste Panel wird sich mit einem neuen Forschungsfeld beschäftigen: audiovisuelle Archive und die notwendigen Voraussetzungen für ihre Nutzung als dokumentarischer Korpus. Das zweite befasst sich mit der schwierigen Frage des Zugangs zu sensiblen Daten und den jüngsten gesetzlichen Entwicklungen in diesem Bereich. Das dritte Panel zieht schliesslich eine Bilanz über Erfahrungen mit den jüngsten Forschungen in den Beständen der Institutionen der katholischen Kirche anhand von Untersuchungen, die auf den Archiven der Bistümer und den Archiven des Vatikans basieren. Jedes dieser Panels bietet gemeinsame Beiträge von Archivar:innen und Historiker:innen, die auf die drei vorgeschlagenen Themen spezialisiert sind.

Diese erste Ausgabe einer geplanten Veranstaltungsreihe soll einen Raum für den Dialog zwischen Historiker:innen und Archivar:innen schaffen, in dem alle Dimensionen des Zugangs zu Archiven angesprochen werden und versucht wird, Lösungen für die Durchführung historischer Forschung unter den bestmöglichen Bedingungen zu finden.

DER ANLASS IST AUSGEBUCHT!

Ort: Le Phénix, Rue des Alpes 7, 1700 Fribourg

Vorläufiges Programm

10.15 Uhr Einleitung
Alix Heiniger (Universität Freiburg), Alexandre Elsig (EPFL), Thibaud Giddey (Universität Lausanne), Malik Mazbouri (Universität Lausanne).

10.45-12.15 Uhr: Audiovisuelle Archive – die Herausforderungen der schieren Menge
Moderation: Alexandre Elsig (EPFL).

  • Felix Rauh (Memoriav)
  • François Vallotton (Universität Lausanne)
  • Anne-Katrin Weber (Universität Basel)
  • Denise Barcella (RTS Archives)

12.15-14.00 Uhr Mittagspause
Gemeinsames Mittagessen

14.00-15.30 Uhr: Zugang zu sensiblen Daten und Zugangsverweigerung
Moderation: Thibaud Giddey (Universität Lausanne).

  • Frédéric Deshusses (Archives contestataires)
  • Benjamin Ryser (Staatsarchiv des Kantons Bern)
  • Jonathan Pärli (Universität Basel)

15.30-16.00 Uhr Pause

16.00-17.30 Uhr: Privatarchive – das Beispiel der katholischen Kirche
Moderation: Alix Heiniger

  • Anne-Françoise Praz (Universität Freiburg)
  • Lorraine Odier (Universität Zürich)
  • Rolf Fäs (Archiv des Bistums Basel)
  • Stéphanie Roulin (Universität Freiburg)
12.9.2023

Schlussbericht «Sexueller Missbrauch im Umfeld der katholischen Kirche»

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) und die Konferenz der Ordensgemeinschaften und anderer Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens in der Schweiz (KOVOS) haben Monika Dommann und Marietta Meier im Dezember 2021 beauftragt, eine Pilotstudie zum Thema Missbrauch im kirchlichen Umfeld durchzuführen. Der Vorstand der SGG ernannte die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats, der das Forschungsteam in geschichtswissenschaftlicher, kirchengeschichtlicher und juristischer Hinsicht beriet.

Das Forschungsteam, bestehend aus Vanessa Bignasca, Lucas Federer, Magda Kaspar und Lorraine Odier, hat im Frühling 2022 die Arbeit aufgenommen und den Schlussbericht im Frühling des laufenden Jahres fertiggestellt. Die Publikation wurde am 12. September 2023 im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht und kann auf der Projektwebsite eingesehen und heruntergeladen werden.

Die römisch-katholische Kirche hat die wissenschaftlichen Leiterinnen Monika Dommann und Marietta Meier und ihr Forschungsteam mit einer Folgestudie 2024–2026 beauftragt.

28.8.2023

Kampagne «Geschichte studieren. Deine eigene Geschichte schreiben.»

Die SGG lanciert die Kampagne «Geschichte studieren. Deine eigene Geschichte schreiben». Das Ziel der Kampagne ist es, Maturand:innen von der Attraktivität eines Geschichtsstudiums zu überzeugen.

Das Projekt entstand in Kooperation mit der SAGW, dem VSA, dem VSGS, sämtlichen historischen Instituten, Seminaren, Departements der Schweiz und dem HLS. Die Kampagnenwebsite enthält u.a. ein Erklärvideo, sechs Testimonials sowie Infografiken mit Fakten rund um das Geschichtsstudium sowie die Berufsperspektiven nach dessen Abschluss. Ein Infoletter, der über die Informationsanlässe und Anmeldefristen der einzelnen Universitäten informiert, kann abonniert werden. Das Projekt adressiert sich in erster Linie geschichtsinteressierte Maturand:innen, die mit dem Gedanken spielen, Geschichte zu studieren.

Kampagnen-Flyer können hier bestellt werden.

www.geschichtestudieren.ch

 

Die Kampagne im Medienspiegel

SRF News (19.02.2024)

SRF Rendez-Vous (19.02.2024)

SRF Tagesschau (19.02.2024)

Tagesanzeiger (19.02.2024)

SRF Kultur Kompakt (20.02.2024)

NZZ (21.02.2024)

 

 

17.8.2023

Stellungnahme BFI Botschaft 2025–2028

Die SGG äussert sich im laufenden Vernehmlassungsverfahren der BFI-Botschaft 2025–2028 kritisch zur Rolle des SNF in der Schweizer Forschungsförderungslandschaft. Sie fordert, dass der SNF die Geisteswissenschaften wieder gemäss ihren Bedürfnissen fördert. So sollen Einzeldoktorate (doc.CH) auch nach 2025 finanziert werden können und langfristige Editionsprojekte wieder in den Förderkatalog aufgenommen werden. Zudem sollen künftig auch Forschende ohne Hochschulanbindung beim SNF antragsberechtigt sein. Schliesslich fordert die SGG eine Stärkung des Akademienverbundes und der daran angegliederten Institute sowie die Aufnahme des Archivs für Agrargeschichte (AfA) als Forschungsinfrastruktur von nationaler Bedeutung.

29.6.2023

Stellenausschreibung: wissenschaftliche Hilfskraft (25–40%)

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) ist die Fachvereinigung der Historiker:innen in der Schweiz. Die SGG setzt sich ein für die Förderung der Geschichtswissenschaften und der historischen Bildung. Sie vertritt die Interessen des Fachs gegenüber Dritten. Diese Ziele verfolgt sie mit der Herausgabe von Publikationen, mit thematischer Arbeit und Aktivitäten, mit Dienstleistungen zuhanden der Community und der Öffentlichkeit sowie mit der Organisation von Veranstaltungen, darunter alle drei Jahre die Schweizerischen Geschichtstage. Sie ist als Verein konstituiert und gehört als Fachgesellschaft der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) an. 

Zur Verstärkung des Generalsekretariats sucht die SGG eine

wissenschaftliche Hilfskraft (25–40%) 

ab dem 1. September 2023 (oder nach Vereinbarung) 

Ihre Aufgaben: 

  • Unterstützung der SZG-Redaktion (Führung Backoffice der Online-Plattform, Rezensionswesen, formales Korrektorat der Beiträge) 
  • Führung des Mitgliederverzeichnisses der SGG 
  • Administrative Unterstützung der Aktivitäten der SGG 

Ihr Profil: 

  • Sie studieren Geschichte (BA- oder MA-Niveau) 
  • Sie haben ein ausgesprochenes sprachliches Flair und sind darin geübt, wissenschaftliche Texte formal zu lektorieren. 
  • Sie sind mit den gängigen IT-Applikationen (Office365) vertraut und können sich rasch in neue Systeme einarbeiten 
  • Sie sind eine selbständige, initiative und kommunikative Persönlichkeit mit viel Elan und Sinn für komplexe administrative Aufgaben. 
  • Eine Landessprache ist Ihre Erstsprache und Sie verfügen über sehr gute Kenntnisse einer zweiten Landessprache; Kenntnisse einer dritten Landessprache und Englischkenntnisse sind von Vorteil. 

Wir bieten: 

  • Sinnstiftende Mitarbeit in einem jungen, dynamischen Team 
  • Fortschrittliche und flexible Arbeitsbedingungen 

Bewerbungsfrist: 30. Juli 2023. Arbeitsort: Bern. Bewerbungen sind nur in elektronischer Form (in einem PDF-Dokument) zu richten an:
Flavio Eichmann, Generalsekretär, flavio.eichmann@sgg-ssh.ch. Auskünfte: 031 381 38 21.

20.6.2023

Die SGG begleitet ein Forschungsprojekt zur Geschichte der SKKG

Die SGG begleitet ein von der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) in Auftrag gegebenes Forschungsprojekt zum Thema «Die Geschichte von Bruno Stefaninis Sammlung und Immobilien». Der Vorstand der SGG ernannte einen Beirat, der die wissenschaftliche Qualität des Forschungsprojekts sicherstellt und das Projektteam inhaltlich begleitet. Die SKKG wird in allen Projektphasen von der SGG unterstützt.

31.5.2023

Bonusangebot Swiss Historic Hotels

Vom Grandhotel in den Bergen über das einfache historische Gasthaus bis hin zum ehemaligen Kloster am See – jedes Swiss Historic Hotel hat seine eigenen Geschichten zu erzählen. Die SGG freut sich, ein einmaliges Bonusangebot anzubieten. Im Juni und Juli können Mitglieder Gutscheine für Übernachtungen in Swiss Historic Hotels mit 25% Rabatt erwerben; Maximalbetrag CHF 500, pro Mitglied ist max. ein Promocode einlösbar. Für dessen Zustellung wenden Sie sich an info@sgg-ssh.ch. Den Code können Sie anschliessend beim Kauf eines Gutscheines einlösen.

16.5.2023

Editionsförderung im 21. Jahrhundert

Die SGG organisiert in Kooperation mit der die Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft (SMG) und der SAGW die Tagung «Editionsförderung im 21. Jahrhundert».

Editionen sind elementare Formen der Grundlagenforschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie erlauben die Erschliessung und Kommentierung wichtiger, oftmals nur schwer zugänglicher Quellenbestände und Texte für die Forschung sowie für ein interessiertes Laienpublikum. Das Editionswesen erlebt derzeit einen fundamentalen Wandel, der die Art und Weise, wie Editionen entstehen, erheblich dynamisiert: Das digitale (oder hybride) Publizieren nach dem Open-Access-Prinzip hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Katalysator erwiesen, um Inhalte rasch und innovativ zu vermitteln sowie deren Zugänglichkeit zu erhöhen. Moderne Editionsprojekte bieten daher auch die Grundlage für die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger digitaler Tools, die sich auch in anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Projekten einsetzen lassen.
Die Digitalisierung hat so gesehen zentrale Voraussetzungen geschaffen, um Editionsprojekte im 21. Jahrhundert neu zu denken. Wichtige Forschungsförderungsinstitutionen in Europa haben dies erkannt und finanzieren neue, innovative Editionsprojekte, die dem Open-Access-Prinzip verpflichtet sind. Sie verstehen Editionen als Teil eines grösseren Netzwerks des Wissens und von Wissensträger:innen, das über die kritische Bearbeitung von Textbeständen hinausgeht. In der Schweiz – trotz ihrer reichen Tradition einschlägiger Editionsvorhaben – gibt es hingegen seit 2016 keine Möglichkeit mehr, neue langfristige Editionsprojekte von strategischer Bedeutung finanzieren zu lassen. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat sich aus der Förderung neuer Editionsprojekte vollständig zurückgezogen, ohne dass es alternative Finanzierungsmöglichkeiten auf nationaler Ebene gäbe. 

Ziel der geplanten Tagung ist es, Stakeholder aus der nationalen Bildungs- und Wissenschaftspolitik für die Bedeutung von Editionsprojekten zu sensibilisieren und deren Potential für die Zukunft zu skizzieren. Zu diesem Zweck sollen entlang der thematischen Achsen «Finanzierung und Steuerung», «Infrastrukturen» und «Aussendarstellung und Kommunikation» einschlägige Expert:innen aus dem In- und Ausland die Herausforderungen und Chancen moderner Editionsprojekte diskutieren.

Zum Flyer

Zum Programm

Ort: Universität Bern, Unitobler, Raum: F 022, Lerchenweg 36, 3012 Bern
Datum: Donnerstag, 29. Juni 2023, 10:00–18:00
Um Anmeldung bis am 26. Juni 2023 wird gebeten (anmeldung@sgg-ssh.ch). Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

2.5.2023

Wahlen für Amtsperiode 2023–2026

Die SGG-Generalversammlung hat am 21. April 2023 in Bern einstimmig Sacha Zala als Präsidenten wiedergewählt. Ebenso wurden für eine weitere Amtszeit Christophe Vuilleumier und im konsekutiven Job-Sharing Alix Heiniger sowie Francesca Falk bestätigt. Neu sind Marco Schnyder sowie Tobias Hodel und Pascale Sutter im Vorstand vertreten – die beiden letzteren ebenfalls in einem konsekutiven Job-Sharing-Modell. Für die Revisionsstelle wurde der bisherige Revisor Hansjürg Bollhalder bestätigt, der neu zusammen mit Arno Lanfranchi die Revision führt.
Bernard Andenmatten wurde für sein ausserordentliches Engagement zugunsten der SGG während der letzten neun Jahre verdankt. Die prägende Arbeit (2011–2023) von Martin Lengwiler, scheidendes Vorstandsmitglied und langjähriger Redaktor der SZG, wird im Editorial der SZG 73/1 eigens gewürdigt. Der langjährige Revisor Niklaus Bartlome wurde für seine tatkräftige Unterstützung (2016–2023) ebenfalls unter Applaus verdankt. Ihm kommen insbesondere bei Professionalisierung des Finanzwesens der SGG grosse Verdienste zu.

28.4.2023

SGG begleitet ein Forschungsprojekt zu FSZM

Die SGG begleitet ein Forschungsprojekt der Stadt Zürich zum Thema «Zur Rolle der Fürsorgebehörden der Stadt Zürich in Zusammenhang mit fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen». Die SGG hat einen wissenschaftlichen Beirat ernannt, der die wissenschaftliche Qualität des Forschungsprojekts sicherstellt und das Projektteam inhaltlich begleitet. Zudem berät die SGG die Auftraggeberin in allen Projektphasen.

Die Ausschreibung ist auf der SGG-Auftragsbörse oder direkt bei simap zu finden.

31.3.2023

Bulletin 103

Das Bulletin 103 ist erschienen. Im Jahresbericht 2022 werden u.a. die politischen Aktivitäten der SGG zur Reform der Maturitätsanerkennungsverordnung (MAV), der Mehrjahresplanung 2025–2028 des SNF und dem Zugang zu den Beständen des Bundesarchivs (BAR) dargelegt. Darüber hinaus finden sich im Bulletin die Jahresrechnung 2022 sowie das Protokoll der GV 2022 in Genf.

15.2.2023

Stellungnahme Horizon-Gesetz

Die SGG hat im Rahmen des öffentlichen Vernehmlassungsverfahrens zum Horizon-Gesetz eine Stellungnahme eingereicht. Es soll sichergestellt werden, dass Forschende aus allen Karrierestufen unabhängig ihrer universitären Anstellungsverhältnisse antragsberechtigt sind. Ferner sollen keine teuren Parallelstrukturen im SBFI für die Beurteilung der Anträge geschaffen werden. Stattdessen sollen die bestehenden Forschungsförderungsinstitutionen die Anträge beurteilen und die Fördergelder verteilen.

7.2.2023

Anlass «Geschichte und Politische Bildung am Gymnasium heute und morgen»

Mit der Reform der Eidgenössischen Maturitätsanerkennungsverordnung (MAV) droht die Stundendotation des Fachs Geschichte im Gymnasium reduziert zu werden. Zudem ist geplant, die Politischen Bildung vom Fach Geschichte zu entkoppeln, ohne die Zuständigkeiten und Zeitgefässe verbindlich zu klären. Die Stellung des Geschichtsunterrichts und der politischen Bildung auf Stufe Gymnasium steht somit zur Debatte. Das ist für die Demokratie in der Schweiz eine besorgniserregende Entwicklung.

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) lädt zu einer Podiumsdiskussion ein, um die gegenwärtige und künftige Position des Geschichtsunterrichts und der Politischen Bildung in den Schweizer Gymnasien zu diskutieren. Im Anschluss an die Diskussion offeriert die SGG ein Apéro.

9. März 2023, 18:30–20:00 Uhr

Veranstaltungssaal der Bibliothek Münstergasse (1. UG), Münstergasse 61, 3011 Bern, Zutritt über den Eingang der LesBar.

Podiumsteilnehmende:
• Dominique Dirlewanger (Gymnase Provence, Lausanne)
• Laurent Droz (Co-Projektleiter WEGM)
• Nadine Masshardt (Nationalrätin SP, BE),
• Olivier Meuwly (Historiker, Mitglied FDP, VD)
• Andreas Würgler (Professor, Universität Genf)

Um eine Anmeldung bis am 4. März wird gebeten (anmeldung@sgg-ssh.ch)

Stellungnahmen der SGG im bisherigen Reformprozess:

Stellungnahme vom 23.08.2022
Stellungnahme vom 15.07.2021
Stellungnahme vom 23.08.2021

31.1.2023

Motion im Zusammenhang mit dem Bankengesetz

Anlässlich der Debatte rund um die Motion «Pressefreiheit in Finanzfragen» (22.4272) der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) hat sich die SGG in einem Schreiben an Bundesrätin Karin Keller-Sutter als Vorsteherin des Eidg. Finanzdepartementes (EFD) gewendet. Die SGG weist darauf hin, dass auch Historiker:innen vom Bankgeheimnis (Art. 47, BankG) betroffen sein können.

Bei der Beratung über eine mögliche Präzisierung von Art. 47, BankG sollen die Interessen der historischen Forschung berücksichtigt werden. So soll die Möglichkeit für Banken geschaffen werden, Forschenden Zugang zu Bankkundendaten zu gewähren. Auf jeden Fall sollte analog zu BGA, Art. 9, Abs. 2 gewährleistet werden, dass einmal öffentlich zugängliche Akten auch in Zukunft einsehbar bleiben. Nur so wird eine quellenfundierte, sachliche Erforschung des Schweizer Bankenwesens wieder möglich.

Medien:

Les banques suisses accusées de retenir des informations d’intérêt public, swissinfo.ch (20. Februar 2023)

Historiker verlangen Antworten, Jungfrau Zeitung (13. Februar 2023)

UBS verwehrt Forschenden den Zugang zum Archiv, Beobachter (9. Februar 2023)

19.1.2023

Mehrjahresprogramm 2025–2028 des SNF

Der SNF kündigt in seinem Mehrjahresprogramm 2025–2028 an, das doc.CH-Programm abzuschaffen. Zudem werden langfristige Editionsprojekte, die eine elementare Form der Grundlagenforschung darstellen, erneut nicht im Förderportfolio berücksichtigt. Die SGG protestiert gegen diese Entscheidungen.

Das doc.CH-Programm
• ist das einzig verbliebene Förderinstrument des SNF, das talentierten jungen Nachwuchswissenschaftler:innen im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz die Möglichkeit gibt, ein selber entwickeltes Projekt im Rahmen eines Doktorats weitgehend unabhängig der hierarchischen Universitätsstrukturen umzusetzen;
• ermöglicht freie Forschung und ist gerade in den Geistes- und Sozialwissenschaften ein hervorragender Katalysator für innovative und bahnbrechende Studien;
• kommt dem weitverbreiteten Wunsch des universitären Mittelbaus entgegen, Hierarchien flacher zu gestalten und bereits früh selbstständig zu forschen.

Die SGG streicht in ihrem Schreiben die Widersprüchlichkeiten des Entscheids im Zusammenhang mit der Einschätzung des SNF und Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) bezüglich der strategischen Bedeutung des Förderinstruments hervor. Die SGG fordert nachdrücklich, das geplante Förderportfolio nochmals zu prüfen und dabei den Interessen der Geistes- und Sozialwissenschaften angemessen Rechnung zu tragen.

22.11.2022

Neuerscheinung: Itinera 50

Das Normale zieht seinen Sinn daraus, dass es etwas gibt, was seinen Anstoss erregt: das Anormale. In diesem Spannungsfeld entsteht im 20. Jahrhundert die Kinder- und
Jugendpsychiatrie. Der Band «Das Problem Kind. Zur Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Schweiz im 20. Jahrhundert» liefert die erste Übersicht zur Geschichte der jungen Disziplin in der Schweiz. Die Pionier:innen lehnten sich an Psychologie und Pädiatrie an und kamen zugleich der sozialpolitischen Forderung nach, Minderjährige so zu formen, dass sie sich in die Gesellschaft eingliederten. Der Band richtet den Fokus auf Institutionen (Ambulatorien und Beobachtungsstationen), Personen (Kinderpsychiater:innen) und Therapiemethoden (Tiefenpsychologie und Pharmakologie).

Mit Beiträgen von Tomas Bascio, Jessica Bollag, Samuel Boussion, Caroline Bühler, Tamara Deluigi, Mira Ducommun, Sara Galle, Taline Garibian, Urs Germann, Urs Hafner,
Michèle Hofmann, Camille Jaccard, Mirjam Janett, Ursina Klauser, Frank Köhnlein, Marco Nardone, Emmanuel Neuhaus und Felix E. Rietmann.

5.9.2022

Stellungnahme der SGG zur Reform der Eidgenössischen Maturitätsverordnung (MAV)

Das Fach Geschichte ist für die Ausbildung der Schüler:innen zentral, denn gerade die im Geschichtsunterricht erlernte Kompetenz der Quellenkritik ist eine zentrale Voraussetzung, um im digitalen Raum zwischen Fakten und Unwahrheiten zu unterscheiden. Geschichtsunterricht fördert Fähigkeiten, die nötig sind, um Fake-News zu identifizieren. Ganz konkret waren es in den letzten Monaten die Geschichtslehrer:innen, die die Schüler:innen befähigten, den Strom von Bildern und Videos in den sozialen Medien aus dem Ukrainekrieg einzuordnen.

Gleichzeitig vermittelt nur der Geschichtsunterricht den Schüler:innen wichtige Kenntnisse, die ihnen helfen, sich in ihrer Funktion als Staatsbürger:innen einer «Willensnation» zurechtzufinden – Politische Bildung ohne Geschichte wäre also sinnlos. Für die gesellschaftliche Kohäsion in der Schweiz ist die Geschichte entscheidend!
Deshalb erachtet es die SGG als wichtig, dass

• das Schwerpunktfach «Geschichte und Geografie» namentlich genannt wird (Art.14, Abs. 2, MAV);
• die Mindestdotation des Fachbereichs der Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) auf mindestens 15% erhöht wird, damit die hohen Ansprüche an das Fach Geschichte erfüllt werden können und das neue Grundlagenfach «Wirtschaft und Recht» im GSW-Bereich absorbiert werden kann, ohne die Stundendotation im Fach Geschichte zu reduzieren (Art. 20, MAV);
• das transversale Gefäss «Politische Bildung» namentlich genannt, der Lead für dieses Gefäss dem Fach Geschichte zugewiesen und mit einer verbindlichen Zeitvorgabe von mindestens 1% der Unterrichtszeit versehen wird (Art. 3, Abs. b und Art. 22, MAV);
• das Fach Geschichte an der Matura geprüft wird (Art. 26, Variante 1, MAV)

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier DEUTSCH | FRANZÖSISCH | ITALIENISCH

17.8.2022

Pilotprojekt: Open-Peer-Review bei der SZG

Die SGG freut sich, ein neues Open Peer-Review-Verfahren bei der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte (SZG) anzukünden. Das neue Verfahren soll vorläufig im Sinne eines Pilotprojekts für ausgewählte Beiträge in der SZG getestet werden und exklusiv für SGG-Mitglieder verfügbar sein. Ziel des Projekts ist, den Begutachtungsprozess neuer SZG-Artikel zu demokratisieren und so die Qualität der Beiträge in der SZG zu verbessern.
Der erste Beitrag, der im Open-Peer-Review-Verfahren begutachtet wird, trägt den Titel «Vernetzte Wasserkraft: Entwicklungspfade und Knotenpunkte des Stauseebaus in der Schweiz und Italien nach 1880».

1.7.2022

SGG-Preis

Die SGG lanciert einen Preis zur Förderung der Forschungsfreiheit. Die SGG eröffnet zu diesem Zweck einen Fonds, um Historiker:innen bei juristischen Verfahren finanziell zu unterstützen und damit verbundenen finanziellen Risiken zu verkleinern.
Mit dem lapis animosus möchte die SGG ein deutliches Zeichen zur Förderung der Forschungsfreiheit in der Schweizer Geschichtswissenschaft setzen.
Jonathan Pärli wurde anlässlich der GV 2022 mit dem ersten lapis animosus ausgezeichnet. Mehr Infos zum SGG-Preis lapis animosus und zum Preisträger 2022 finden Sie hier

 

13.6.2022

Treffen Parlamentarische Gruppe Geschichte

Heute traf sich die Parlamentarische Gruppe Geschichte unter dem Co-Präsidium von Nadine Masshardt (SP/BE) und Jakob Stark (SVP/TG) zur Vernehmlassung der laufenden Reform der Maturitätsverordnung. Die SGG hat die Parlamentarische Gruppe gemeinsam mit zahlreichen Stakeholdern aus dem Bereich der gymnasialen Bildung für die Reform sensibilisiert.

Der Geschichtsunterricht gibt den Schülerinnen und Schülern einen wichtigen Werkzeugkasten an die Hand, um heutige und künftige Herausforderungen in ihrer historischen Dimension zu verstehen. Deshalb möchte die SGG sicherstellen, dass das Fach «Geschichte» weiterhin einen wichtigen Status in der gymnasialen Bildung innehat.
Unter anderem fordert die SGG:

- Die Erhöhung der Mindestdotation des Bereichs der Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) auf 15 Prozent.

- Eine klare Verankerung der Politischen Bildung in der Maturitätsverordnung inkl. verbindlicher Zeitvorgaben. Zudem soll dem Fach «Geschichte» der Lead bei der Politischen Bildung zugewiesen werden.

- Das Fach «Geschichte» soll in den Katalog der Maturaprüfungsfächer aufgenommen werden.

- Eine angemessene Vertretung der Lehrpersonen im neuen Gremium «Schweizerisches Forum gymnasiale Maturität».

 

Photo von Andreas Fischinger via Unsplash

31.5.2022

SGG-Plattform für Auftragsarbeiten

Die SGG-Plattform für historische Auftragsarbeiten ist jetzt online. Hier werden historische Forschungs- und Auftragsarbeiten ausgeschrieben. Damit will die SGG den Schweizer Markt für historische Auftragsarbeiten vereinfachen und transparenter gestalten. 

Zudem berät, begleitet und betreut die SGG Unternehmen, Gemeinden und Verbände bei der professionellen Vergabe von unabhängigen Auftragsforschungen und schafft Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Projektabschluss. Zum Leistungskatalog kommen Sie hier. Die SGG nimmt jederzeit gerne Ausschreibungen und Projekte entgegen. Bei Fragen melden Sie sich unter: ausschreibungen@sgg-ssh.ch

Bild: Joanna Kosinska via Unsplash

11.4.2022

Start Pilotprojekt zur Geschichte sexueller Ausbeutung im kirchlichen Umfeld

Die SGG begleitet das einjährige Pilotprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Dommann und Prof. Dr. Marietta Meier (Universität Zürich) in wissenschaftlicher und administrativer Hinsicht.

Ein von der SGG ernannter, unabhängiger wissenschaftlicher Beirat berät und unterstützt das Forschungsteam der Universität Zürich. Er besteht aus ausgewiesenen Expertinnen und Experten im Bereich der Sozial- und der Gendergeschichte, der Kirchengeschichte sowie des Kirchenrechts und deckt alle Sprachregionen der Schweiz ab. Er handelt unabhängig sowohl von den Auftraggeberinnen als auch von den Auftragnehmerinnen und berät die Forschungsgruppe in geschichts-wissenschaftlicher, kirchengeschichtlicher und juristischer Hinsicht.

Der SGG obliegt zudem die Organisation von wissenschaftlichen Workshops, die Koordination der internen Kommunikation sowie die Endredaktion, Übersetzung und Publikation des wissenschaftlichen Berichts in deutscher, französischer und italienischer Sprache auf der eigens dafür eingerichteten Website.

23.3.2022

Anmeldung Schweizerische Geschichtstage 2022

Die 6. Schweizerischen Geschichtstage rücken näher!
Ab sofort und bis zum 23. Juni 2022 können Sie sich auf der Plattform anmelden.
Die Tagung bietet 80 Panels, 6 Podiumsdiskussionen und 2 Keynotes. Melden Sie sich jetzt an!
Der Titel und das Abstract der beiden Keynotes stehen auf unserer Website zur Verfügung – ebenso wie alle praktischen Informationen sowie den Details über die Feierlichkeiten am 30. Juni! Für die Party im Bâtiment des Forces motrices müssen sie sich schnell anmelden, denn die Plätze sind begrenzt.
Das wissenschaftliche Tagungsprogramm wird ergänzt durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Wir freuen uns auf Sie!

15.3.2022

Itinera 49

Digital Federalism. Information, Institutions, Infrastructures (1950–2000) herausgegeben von Paolo Bory und Daniela Zetti. 

Die Beiträge dieses Hefts untersuchen Anwendungen digitaler Technik und die Geschichte des Föderalismus. Themen sind das Verhältnis zwischen Staat und Gliedstaaten, sowie zwischen Staat, Information und Technik; Aushand- lungen in der Migrations- und Hochschulpolitik; sowie die Koordination, die das Hochleistungsrechnen lokal und national erforderte.
Die Geschichte des Föderalismus entfaltet sich in der Digitalisierung vor dem komplexen Hintergrund von Träumen und Erwartungen, Kooperatio- nen und Konflikten sowie von Kontinuität und Veränderung. Geleitet von einem gemeinsamen Ziel, waren individuelle und institutionelle Akteure ge- zwungen, sich mit einem ständig wechselnden Gleichgewicht von Ressour- cen, Technologien und Verantwortlichkeiten auseinanderzusetzen.

7.3.2022

Statement zum Krieg in der Ukraine

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) unterstützt vollumfänglich die Erklärung des International Committee of Historical Sciences (ICHS) zum aktuellen Krieg in der Ukraine. Die SGG verurteilt insbesondere die Geschichtsverfälschung der russischen Regierung, um die militärische Aggression zu begründen.

« Our purpose is to defend freedom of thought and expression in the field of historical research and teaching and oppose the misuse of history for whatever purpose.
As such, we strongly condemn the abuse of history employed by President Putin in rationalizing Russia’s aggression against Ukraine. History is not owned by states or rulers, and we deplore the use of history to foster enemy images and distorted myths.
Freedom of thought and expression requires dialogue and means that our identities and communities are subject to revision and change. 
We stand by our member organizations from the Russian Federation and Ukraine in support of open and free dissemination of historical sources and open and free discussions about interpretations and narratives.»

28.2.2022

Stellungnahme der SGG zur Auflösung von «Memorial International» in Russland

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) unterstützt vollumfänglich die Erklärung der Schweizerischen Akademischen Gesellschaft für Osteuropawissenschaften (SAGO) zu der von der russischen Generalstaatsanwaltschaft aufgelösten Menschenrechtsorganisation Memorial International.
Die von Nobelpreisträger Andrei Sacharow 1989 mitgegründete Organisation «Memorial International» hat unter anderem massgeblich zur Aufarbeitung der stalinistischen Verbrechen in Russland beigetragen. Die Forschungs- und Aufklärungsarbeit der Organisation hat weltweit Massstäbe für die Aufarbeitung von Verbrechen sowie der damit zusammenhängenden Erinnerungskultur gesetzt. Das Verbot der Organisation ist ein schwerer Schlag für die historische Forschung in Russland und die russische Zivilgesellschaft.

6.12.2021

Pilotprojekt zur Geschichte sexueller Ausbeutung im Umfeld der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz seit Mitte des 20. Jahrhunderts

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) begleitet ein einjähriges Projekt, das die Rahmenbedingungen einer historischen Aufarbeitung sexueller Ausbeutung im kirchlichen Umfeld in der Schweiz seit der Mitte des 20. Jahrhunderts abstecken und damit die Grundlagen für zukünftige Forschungsprojekte bilden soll.

Mit der inhaltlichen Umsetzung hat die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) sowie die Konferenz der Vereinigung der Orden und weiterer Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens in der Schweiz (KOVOS) ein Projektteam des Historischen Seminars der Universität Zürich unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Dommann und Prof. Dr. Marietta Meier beauftragt. Ein von der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) ernannter wissenschaftlicher Beirat sichert die wissenschaftliche Unabhängigkeit und Qualität des Projekts.

Dem Generalsekretariat der SGG obliegt die Organisation von wissenschaftlichen Workshops mit dem Beirat, die Koordination der Kommunikation sowie die Redaktion, Übersetzung und Publikation des wissenschaftlichen Berichts in deutscher, französischer und italienischer Sprache. Dadurch wird die bestmögliche Verankerung des Projektes in der Geschichtswissenschaft aller Sprachräume der Schweiz gewährleistet.

Im Rahmen des Pilotprojektes sind am Historischen Seminar der UZH drei Postdoktoratsstellen zu je ca. 70 % (total 210 Stellenprozente) für 12 Monate zu besetzen.

Zur Projektwebsite

Pressespiegel:

23.11.2021

Aktualisierter «Leitfaden für freiberufliche Historikerinnen und Historiker»

Das Generalsekretariat der SGG hat den 2003 von der Abteilung «Berufsinteressen» erstellten «Leitfaden für freiberufliche Historikerinnen und Historiker» überarbeitet.

Der Leitfaden dient als Verhandlungsgrundlage für Historiker:innen in der Schweiz, um die arbeitsrechtliche Situation zu regeln und um optimale Voraussetzungen zur Erarbeitung historischer Projekte zu schaffen. 

Seit seiner letzten Aktualisierung im Jahr 2008 hat sich das Arbeitsumfeld von Historiker:innen merklich gewandelt. Das gilt einerseits für den Preis- und Lohnindex in der Schweiz, andererseits aber auch für die Rahmenbedingungen der Geschichtswissenschaft. 

Es war deshalb an der Zeit, den Leitfaden zu überarbeiten. So haben wir die Tarife dem heutigen Lohnindex angepasst und die Beispielbudgets ergänzt. Inhaltlich wurde der Text sanft gestraft und dem veränderten Umfeld angepasst.

4.11.2021

Die SGG sucht neue Mitarbeitende

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) sucht per 1. Januar 2022 eine/n Sachbearbeiter/in (30–40%).

Zudem schreibt die SGG per 1. März 2022 für eine Mutterschaftsvertretung eine Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (80%) aus.

Bewerbungen sind nur in elektronischer Form (ein PDF-Dokument) zu richten an:

Dr. Flavio Eichmann, Generalsekretär, flavio.eichmann@sgg-ssh.ch.

 

 

 

1.11.2021

Internationale Gesellschaft für historische Alpenforschung (IGHA)

Die SGG freut sich, bekanntgeben zu können, dass die Internationale Gesellschaft für historische Alpenforschung (IGHA) im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung als Sektion in die SGG aufgenommen wurde. Die IGHA hat sich 2020 um die Aufnahme beworben, sie ist Herausgeberin einer hervorragenden Zeitschrift und organisiert alle zwei Jahre eine wissenschaftliche Konferenz zu einem Thema der historischen Alpenforschung.

14.10.2021

Workshop «Normen und Standards in den digitalen Geschichtswissenschaften»

Am 12. November 2021 fand der Workshop «Normen und Standards in den digitalen Geschichtswissenschaften» an der Universität Bern statt.

Die Abteilung Grundlagenerschliessung der SGG und die Digital Humanities der Universität Bern organisierten den Anlass, um über Chancen und Herausforderungen bei der Konzeption, Herstellung und Pflege von interoperablen Forschungsdaten zu diskutieren. Ein Glossar der einschlägigen Begriffe und ein Katalog der wichtigsten Standards wurde als working paper zur Kommentierung online veröffentlicht.

Der Workshop richtete sich an Mitarbeitende in Projekten mit historischem Fokus, Historikerinnen und Historiker, die mit Daten arbeiten, Dokumente erschliessen und online publizieren, Institutionen mit historischen Beständen und Informatikerinnen und Informatiker, die an geschichtswissenschaftlichen Projekten mitarbeiten.

Programm
09:30-10:00 Eintreffen und Kaffee
10:00-10:30 Willkommen und Begrüssung
10:30-12:30 Drei Inputs aus drei Perspektiven zu Normen und Standards in den Geschichtswissenschaften
Moritz Feichtinger: born digital data
Martin Stuber: Editionen und Editionsnetzwerke
Rita Gautschy: Infrastrukturen/DaSCH
12:30-13:30 Mittagessen
13:30-15:00 Austausch in Arbeitsgruppen mit Arbeit am Dokument
15:00-16:00 Schlussdiskussion


Einführung (Folien)


Moritz Feichtinger: born digital data (Folien)


Rita Gautschy: Infrastrukturen/DaSCH (Folien)


Martin Stuber: Editionen und Editionsnetzwerke (Folien)


Photo by Marvin Meyer on Unsplash

30.9.2021

Stellungnahme MAR/RLP-Reform von Akademien der Wissenschaften Schweiz

Die SGG hat an der Stellungnahme von Akademien Schweiz zum MAR/RLP-Reformprozesses mitgearbeitet. In ihrem Schreiben fordert Akademien Schweiz unter anderem, dass das Fach Geschichte den Lead beim transversalen Gefäss «Politische Bildung» innehaben soll.

Zudem wird in der Stellungnahme die besondere Anschlussfähigkeit des Fachs Geschichte an die transversalen Gefässe «Wissenschaftspropädeutik», «Digitalität» und «Bildung für Nachhaltige Entwicklung» betont. Akademien Schweiz begrüsst ferner die didaktische Innovation des neuen Rahmenlehrplans Geschichte. Gleichzeitig verlangt sie Wirtschafts-, Rechts-, Religions- und Wissenschaftsgeschichte stärker zu berücksichtigen. Nicht zuletzt fordert die Stellungnahme die Einführung eines Schwerpunktfachs Geschichte sowie eine Klärung hinsichtlich der Funktion des Ergänzungsfach Geschichte.

29.9.2021

Parlamentarische Gruppe «Geschichte»

Am 28. September fand der Gründungsanlass der von der SGG initiierten überparteilichen Parlamentarische Gruppe «Geschichte» statt. Das Präsidium der Gruppe teilen sich Nationalrätin Nadine Masshardt (SP/BE) und Ständerat Jakob Stark (SVP/TG). 

Die Gruppe engagiert sich für die Stärkung der Geschichte, der Geschichtswissenschaft und der historischen Bildung auf nationaler Ebene. Im Zentrum steht dabei die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Historikerinnen und Historiker sowie der verwandten Berufsgattungen. 

Es ist vorgesehen, mindestens einmal pro Jahr einen Anlass durchzuführen, um mit den Mitgliedern der Gruppe aktuelle politische Fragen im Bereich der Geschichtswissenschaft und der historischen Bildung zu diskutieren.

Im Fokus des ersten Anlasses standen das Bundesarchiv als Forschungsinfrastruktur für Historikerinnen und Historiker sowie die Zukunft des Bundesgesetzes über die Archivierung (BGA). 

Medienbeiträge:

13.09.2021, Parlamentarische Gruppe Geschichte, Rendez-vous (SRF)

30.09.2021, Le nouveau lobby des historiens suisses, Les paradigmes du temps (Le Temps)

 

7.7.2021

SGG setzt sich beim SNF für einen neuen «Call for Editions» ein

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) hat gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften der Geistes- und Sozialwissenschaften mit einem offenen Brief beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) interveniert.

Seit dem Jahr 2016 wurde kein Call für langfristige Editionen mehr lanciert. De facto bedeutet dies, dass der SNF seit fünf Jahren darauf verzichtet, neue Editionsprojekte von strategischer Bedeutung zu fördern. Die SGG bedauert die Vernachlässigung der Förderkategorie «Langfristige Editionen» sehr und bittet den SNF, diese wieder zu priorisieren.

Photo by Guzz Alkala on Unsplash

15.4.2021

SGG weiterempfehlen und Büchergutschein erhalten!

Vielleicht kennen Sie in Ihrem Umfeld Historiker:innen oder anderweitig geschichtsbegeisterte Personen, die Teil unserer Fachcommunity werden möchten, um sich gemeinsam mit uns für die Förderung der Geschichtswissenschaft und der historischen Bildung einzusetzen. Dann reden Sie mit Ihren Bekannten und empfehlen Sie uns weiter!

Als kleines Dankeschön für Ihre Überzeugungsarbeit schenken wir Büchergutscheine von renommierten Schweizer Verlagen im Wert von insgesamt über CHF 2500. Bitte geben Sie über das Formular Ihre Kontaktangaben, Ihre Gutscheinpräferenz sowie die Mailadresse des von Ihnen angeworbenen Neumitglieds an, damit wir es kontaktieren können.

Um vom Angebot zu profitieren, muss die Person, der Sie den Beitritt zur SGG empfohlen haben, den Mitgliederbeitrag bis am 30. Juli 2022 überwiesen haben, erst dann gilt ihr Beitritt zur Gesellschaft als abgeschlossen. Der Wert eines einzelnen Gutscheins beläuft sich auf CHF 50.–. Es sind nur SGG-Mitglieder teilnahmeberechtigt. Mehrmalige Teilnahmen sind möglich, sofern mehrere Personen angeworben werden. Die Gutscheine werden nach dem first-come-first-serve Prinzip vergeben; insgesamt stehen 50 Gutscheine zum Versand bereit. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Einzelmitglieder, die ihre Mitgliedschaft in eine Paarmitgliedschaft umwandeln.

Photo by Elisa Calvet B. on Unsplash

12.2.2021

Archivzugang während der Covid-19-Pandemie

Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie bedingen für die gesamte Bevölkerung der Schweiz tiefgreifende Einschnitte. Während zwar in naturwissenschaftlichen Laboren weiterhin geforscht werden darf, wird Historikerinnen und Historiker mit der Schliessung der Archive indessen die Forschungsgrundlage entzogen. Die bestehenden Digitalisierungsangebote leisten nur sehr bedingt Ersatz für physische Besuche im Archiv. Es zeigt sich zurzeit deutlich, dass weder die Wartezeiten für Digitalisate zumutbar sind noch dass ebendiese Dienstleistung eine Sichtung und Auswertung der Quellenbestände im Archiv zu substituieren vermag. Die gegenwärtige Lösung ist keineswegs praktikabel für die Historikerinnen und Historiker der Schweiz. Sowohl Freischaffende, Doktorierende und Habilitierende als auch Studierende werden in ihrer historischen Forschungsarbeit behindert. Zur Folge hat dies, dass sowohl Abgabefristen von Auftrags- und Qualifikationsarbeiten nicht eingehalten werden können als auch gesamte Forschungsprojekte in Verzug geraten.

Die SGG ist überzeugt, dass Archive und Bibliotheken in der Lage sind, effektive Schutzmassnahmen und Kontingentierungen der Zugangsmöglichkeiten zu gewährleisten, damit historische Forschung im Archiv wieder möglich wird. Im Sommer 2020 zeigten bereits verschiedene Institutionen durch überzeugende Schutzkonzepte vorbildlich in der Praxis auf, wie Berufshistorikerinnen und Berufshistoriker sowie Studierende auch während der gegenwärtigen Krise ihre Projekte weiterverfolgen können, ohne die Gesundheit aller zu gefährden.

Die SGG verlangt in ihrem Schreiben vom 10. Februar vom Bundesrat, die Bedürfnisse der Historikerinnen und Historiker der Schweiz bei der Neuevaluation der Lage rund um die Covid-19-Pandemie zu berücksichtigen.

Auch der Verband bibliosuisse und der Verein Schweizerischer Archivarinnen und Archivare fordern die Öffnung der Lesesäle.

 

Bild von ElasticComputeFarm auf Pixabay

1.12.2020

Schweizerische Geschichtstage 2022

Die Sechsten Schweizerischen Geschichtstage finden vom 29. Juni bis 1. Juli 2022 zum Thema «Natur» an der Universität Genf statt.

Die Covid-19-Pandemie, der Klimawandel und der dramatische Verfall der Artenvielfalt zwingen die Menschheit, ihr Verhältnis zur Natur zu überdenken. Es ist deshalb an der Zeit, das Thema «Natur» aus historischer Perspektive zu betrachten.

Mit rund 100 Paneleingaben war der im Dezember 2020 publizierte Call for Panels ein grosser Erfolg. Nach der Evaluation durch die «Kommission Geschichtstage 2021–2023» wurden 80 Panels ins Programm der Sechsten Geschichtstage aufgenommen. Der Kongress verspricht, äusserst vielseitig, dicht und interessant zu werden. 

Weiterführende Informationen finden sich auf der Tagungswebsite.

Für Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das Tagungsbüro.

Marc Aberle
Département d’histoire générale  
Université de Genève
Rue Saint-Ours 5
CH-1205 Genève

2022@geschichtstage.ch

28.9.2020

Aufzeichnung der Itinera-Vernissage

Monika Dommann und Sibylle Marti, die Herausgeberinnen des Itinera-Bandes «Kriegsmaterial im Kalten Krieg», luden am 30. September 2020 zu einer Buchvernissage im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich ein. Die Videoaufzeichnung der Veranstaltung ist hier abrufbar. 

7.7.2020

Schweiz Global – jetzt die SZG wieder lesen!

In der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte (SZG) ist nicht nur der vielbesprochene Artikel Rachel Hubers zu August Sutter erschienen, sondern eine Vielzahl von Beiträgen, die die Rolle von Schweizerinnen und Schweizern innerhalb kolonialer Projekte untersuchen.

Aus aktuellem Anlass haben wir eine Auswahl von Aufsätzen aus der SZG der letzten Jahrzehnte zusammengestellt, die sich im weitesten Sinne mit Fragen der (post)kolonialen Schweiz beschäftigen. Wir wünschen eine anregende Lektüre!

2019/3

Rachel Huber: «General Sutter» – die obskure Seite einer Schweizer Heldenerzählung  
                                                                                                                                        

2019/2

Rolf-Harald Wippich: Luzern und der eidgenössische Japankontakt. Aus der Vorbereitungsphase der Humbert-Mission 1861/1862

2019/2

Niko Rohé: Auf Augenhöhe mit den Grossmächten: Schweizer Militärs als Kriegsbeobachter in Griechenland und im Osmanischen Reich 1897

2019/1

Michael Max Paul Zeuske: Tod bei Artemisa. Friedrich Ludwig Escher, Atlantic Slavery und die Akkumulation von Schweizer Kapital ausserhalb der Schweiz

2018/3

Marisa Fois: L'Association des Suisses spoliés d'Algérie ou d'outre-mer (ASSAOM). Un héritage colonial?

2017/1

Fabio Rossinelli: Sociétés de géographie et impérialisme suisse au 19ième siècle. Un tour d'horizon et deux exemples représentatifs

2017/2

Peter Huber: Der Traum von Exotik, Frauen und Aufstieg: Schweizer Legionäre im Indochina- und im Algerienkrieg

2017/3

Hines Mabika: Shaping Swiss Medical Practice in South Africa Before Apartheid (18731948)

2015/2 Martin Bundi: Zum Anteil von Schweizer Söldnern am Mordgeschehen der Bartholomäusnacht in Paris (24. August 1572)
2015/1

Fanny Guex: L’echo du Sikkim. Missionnaires suisses dans l'Himalaya. De la conquête à l'aide humanitaire (19371970)

2014/2

Christof Dejung: Jenseits der Exzentrik. Aussereuropäische Geschichte in der Schweiz. Einleitung zum Themenschwerpunkt

2014/2

Almut Höfert: Grenzüberschreitungen für das Mittelalter. transkulturelles Forschen mit einer aussereuropäischen Quellensprache zwischen Geschichtswissenschaft und den area studies

2014/2

Gesine Krüger: Der Löwe lagert unter der Schirmakazie. Der(mögliche) Beitrag der afrikanischen Geschichte zu einer Geschichtswissenschaft als Verflechtungsgeschichte

2014/2

G. Balachandran: Legacies beyond empire. Reflections on doing international history from Geneva

2014/2

Corinne A. Pernet: Zwischen Regionalkompetenz und Global- oder Verflechtungsgeschichte: Lateinamerikanische Geschichte in der Schweiz

2014/2 Bouda Etemad, Mathieu Humbert: La Suisse est-elle soluble dans sa «postcolonialité»?
2014/1

Nina Salouâ Studer: «Was trinkt der zivilisierte Mensch?» – Teekonsum und morbide Normalität imkolonialen Maghreb

2013/2

Patricia Purtschert: Jenseits des Réduits. Die Schweiz und die Berge in Zeiten der Dekolonisierung

2009/1

Thomas Maissen: Die ewige Eidgenossenschaft. (Wie) Ist im 21. Jahrhundert Nationalgeschichte noch schreibbar?

2009/1

Markus Furrer: Die Schweiz erzählen – Europa erzählen – die Welt erzählen…Wandel und Funktion von Narrativen in Schweizer Geschichtslehrmitteln

2008/4

Anna-Julia Lingg: In und zwischen zwei Welten: Lucas Jezler, ein Schweizer Kaufmann in Brasilien, 1829–1863

2006/4

Alexis Keller: Vattel, la tradition du droit des gens et la question des peuples autochtones

2001/1

Ruedi Moser: Vom offenen Buch zum Helm. Deutungsmacht und Erinnerung am Beispiel des Baselbieter Wehrmannsdenkmals in Liestal

1999/4

Claude Lützelschwab: Des premiers projets de colonies suisses en Algérie à la «Compagnie genevoise des Colonies suisses de Sétif». Quelques aspects de la question migratoire en Suisse durant les années 1830–1850

1997/1

Manfred Hettling: Das Denkmal als Fetisch Rütli und Tell 

1997/1

Armand Brulhart: Monument et histoire

1996/2  

Thomas David, Bouda Etemad: L'expansion économique de la Suisse en outre-mer (XIXeXXe siècles): un état de la question

1978/1–2       

Rudolf von Albertini: Zur Imperialismusdebatte

1972/2

Anouar Louca: Colonisation et révolution nationale au XIXè siècle. La correspendance d'un Suisse en Egypte: John Ninet

 

16.6.2020

«General Sutter» – die obskure Seite einer Schweizer Heldenerzählung

Aus aktuellem Anlass wurde entschieden, vor Ablauf der Sperrfrist Rachel Hubers SZG-Artikel «General Sutter» – die obskure Seite einer Schweizer Heldenerzählung online zur Verfügung zu stellen.

Wir wünschen eine gute Lektüre!

5.5.2020

Neues Bonusangebot für SGG Mitglieder: Pressespiegel zu Geschichte und Geschichtswissenschaft

Seit April 2020 offeriert die SGG ihren Mitgliedern ein neues Bonusangebot. Eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl von aktuellen Beiträgen aus der Schweizer Zeitungslandschaft zu «Geschichte und Geschichtswissenschaft» wird monatlich per Newsletter verschickt.

Photo by Waldemar Brandt on Unsplash

27.4.2020

«NZZ Geschichte» pour les membres SSH

Les membres de la SSH bénéficient de 25% de rabais sur l’abonnement à « NZZ Geschichte », soit au prix de CHF 73.50 au lieu de 98.- par an. Les personnes ayant omis de signaler leur affiliation au moment de l’inscription et qui souhaitent changer de statut sont priés d’envoyer un bref E-Mail à leserservice@nzz.ch (veuillez joindre une copie de votre carte de membre). Les nouveaux abonnements peuvent être souscrits ici.

20.4.2020

Geschichtswissenschaft und die Corona-Pandemie

Das Corona-Virus beschäftigt auch die Geschichts­wissenschaft. Auf dieser Seite möchten wir Historikerinnen und Historikern eine kurze Übersicht nützlicher Anlaufstellen in der Schweiz bieten. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Für allfällige Hinweise sind wir sehr dankbar (info@sgg-ssh.ch).

Die Schweizer Universitäten haben eigene Informationsportale zu den Auswirkungen der Pandemie auf den universitären Lehr- und Forschungsbetrieb eingerichtet:

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) informiert auf seiner Website ebenfalls zu den Folgen der Pandemie für laufende Forschungsprojekte und Stipendien.

Für Stipendien anderer Stiftungen sind bei Fragen die jeweiligen Verantwortlichen zu kontaktieren.

Archive und Bibliotheken bleiben aufgrund der Pandemie geschlossen. Die jeweiligen Internetseiten informieren über die jeweilige Situation im Detail.

Besonders betroffen sind selbständigerwerbende Historikerinnen und Historiker. Der Bund hat mehrere Hilfsmassnahmen angekündigt, die für sie von Relevanz sind:

Weitergehende Massnahmen werden seitens des Bundes momentan geprüft. Ebenfalls zu beachten sind kantonale Hilfspakete, die teilweise subsidiär zu den Hilfspaketen des Bundes funktionieren. Auf den Webseiten der jeweiligen Kantone finden sich diesbezügliche Informationen.

Wir wünschen Ihnen in diesen turbulenten Zeiten alles Gute und bleiben Sie gesund!

 

Photo by CDC on Unsplash

16.3.2020

Guy P. Marchal (1938–2020)

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) trauert um Guy P. Marchal, der am 3. März 2020 verstorben ist. Der renommierte Basler Historiker war von 1989 bis 2003 Ordinarius für Allgemeine und Schweizer Geschichte an der Universität Luzern. Zudem präsidierte er von 1998 bis 2004 die SGG. In dieser Funktion reformierte er den Verband umsichtig und legte damit den Grundstein für seine Professionalisierung.

Guy Paul Marchal studierte mittelalterliche Geschichte in Basel und promovierte bei Albert Bruckner mit einer Dissertation zum Basler Kollegiatstift St. Peter. Danach war er Assistent bei František Graus und habilitierte mit einer Arbeit mit dem Titel „Die frommen Schweden in Schwyz. Das ‚Herkommen der Schwyzer und Oberhasler‘ als Quelle zum schwyzerischen Selbstverständnis im 15. und 16. Jahrhundert“. Mit dieser Arbeit zur Entstehung des kollektiven Selbstverständnisses wies Marchal die Richtung für künftige Forschungen. Ein Meilenstein war dabei sein Aufsatz „Die Antwort der Bauern“ (1987). In diesem vielbeachteten Text zeigte Marchal, dass die Erinnerung an vergangene militärische Heldentaten einerseits und die zur Schau gestellte Frömmigkeit anderseits eine zentrale Rolle im Selbstverständnis der Eidgenossen bildeten, die sich als das „auserwählte Volk Gottes“ des Alten Testaments zu stilisieren suchen. Dabei handelte es sich aber keineswegs um eine Schweizer Eigenheit, wie Marchal später nachweisen konnte, sondern vielmehr um ein immer wieder anzutreffendes Muster zahlreicher Nationalgeschichtsschreibungen.
1998 wurde Marchal zum Präsidenten der Allgemeinen Geschichtsforschenden Gesellschaft der Schweiz (AGGS) gewählt, wie die SGG damals noch hiess. Umsichtig, tatkräftig und mit einem guten Gespür für das politisch Mögliche reformierte er die AGGS. Unter seiner Führung öffnete sich der Verband für Berufsgattungen ausserhalb des universitären Umfeldes sowie für Geschichtsinteressierte im Allgemeinen. Damit einher ging nicht zuletzt der Namenswechsel zur heutigen SGG, der diese Neuorientierung auch für Aussenstehende zum Ausdruck brachte.
Mit dieser wichtigen Reform wurde der Grundstein für die künftige Entwicklung der SGG, insbesondere zu ihrer Professionalisierung, gelegt. Dabei war diese zukunftsweisende Umstrukturierung kein Selbstläufer. Doch dank seiner konsensorientierten Politik und seiner freundlichen Art und Weise, gelang es ihm schwierige und konfliktträchtige Situationen zu meistern und einen Konsens in der Gesellschaft herzustellen, um diese wichtige Reform ins Ziel zu bringen.
Guy Marchal blieb auch nach seiner Emeritierung 2003 und seinem Ausscheiden aus dem Amt des Präsidenten der SGG wissenschaftlich aktiv. So publizierte er mehrere Beiträge zur Entstehung nationaler Geschichtsschreibungen im internationalen Vergleich. Noch im Dezember 2019 veröffentlichte er mit «Gustloff im Papierkorb – ein Forschungskrimi» eine sehr positiv aufgenommene Monographie, in der er mithilfe fiktionaler Elemente, die nationalsozialistische Vergangenheit eines angeheirateten Schwagers seines Vaters aufarbeitete.

Der SGG wird Guy Marchal ein ehrendes Andenken bewahren.

Ein ausführlicher Nachruf erscheint demnächst in der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte (SZG).